„Ein Kind braucht ein ganzes Dorf, um aufzuwachsen. Und manchmal ist dieses Dorf ein Wald.“

Kernkompetenz des Camps

Wo aus einem „Ich“ ein „Wir“ wird.

Angebotsart

Natur Feriencamp

Rahmenbedingungen

Abrechnung Teilnehmerbasiert

Einbindung in bestehende Hilfspläne möglich

Rechtliche Einordnung

 soziale Teilhabe §76 ff. SGB IX

 Jugendarbeit §11 SGB III

Eingliederungshilfe §35 SGB IX

Kein Therapie- oder Heilersatzangebot

Betreuung

Trägermitarbeiter 

Teilnehmer

max. 15 Kinder.

mind. 8

Wertebasierte Gemeinschaftsbildung & Systemische Verbundenheit („Ubuntu“ im Camp-Alltag)

Durch tägliche strukturelle Rituale (wie den moderierten Ubuntu-Kreis) erleben die Teilnehmenden die Interdependenz zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Die Kinder erfahren praktisch, dass die persönliche Entfaltung und das Wohl der Gemeinschaft einander bedingen. Dies stärkt das Verantwortungsbewusstsein füreinander und fördert den Abbau von Vereinzelungstendenzen.

Soziale Teilhabe, Inklusion & Demokratiebildung (Gelebte Partizipation)

Implementierung verbindlicher Partizipationsstrukturen (z. B. täglicher Camp-Rat) zur Förderung demokratischer Handlungskompetenzen. Unabhängig von Herkunft, individuellen Förderbedarfen oder Entwicklungsständen wird die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder gesichert. Barrieren werden im Gruppenprozess identifiziert und abgebaut, was das Erleben von Selbstwirksamkeit und gelebter Inklusion stärkt.

Erlebnispädagogik & Erwerb von Handlungskompetenzen (Wildniswissen)

Gezielter Einsatz erlebnispädagogischer Methoden (z. B. feuerlose Entfachungstechniken, geschützter Werkzeugeinsatz, Konstruktion von Unterständen, Spurenlesen). Die bewusste Auseinandersetzung mit der Natur fördert die Autonomie, das praktische Problemlösungsverhalten sowie das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Achtsamkeit, Sensomotorische Schulung & Entschleunigung

Systematische Sinnesschulung und Wahrnehmungsförderung zur Reizreduktion und Selbstregulation. Durch spezifische Sequenzen der Entschleunigung und Phasen der kontrollierten Stille bildet das Angebot einen ausgleichenden Kontrast zu hochfrequenten, reizüberflutenden Alltagsmedien und stärkt die Eigenwahrnehmung.

Prosoziale Kommunikation, Konstruktive Konfliktkultur & Diversität

Schulung von Strategien der gewaltfreien Kommunikation (GfK) und dem Erlernen von Peer-Mediation zur bewertungsfreien Konfliktlösung. Die Teilnehmenden entwickeln Fähigkeiten zur gesunden Grenzziehung und lernen, Vielfalt innerhalb der Gruppe als Bereicherung und Ressource zu begreifen.

Teambuilding & Kooperative Problemlösungskompetenz

Initiierung handlungsorientierter Gruppenaufgaben (z. B. gemeinsames Kochen auf offenem Feuer, erlebnispädagogische Kooperationsspiele), deren Bewältigung ausschließlich durch kollektive Anstrengung möglich ist. Dies bricht Stereotype und Rollenfixierungen auf, fördert Empathie und stärkt den Zusammenhalt der Peer-Group.

Resilienzförderung & Frustrationstoleranz (Bewältigung von Herausforderungen)

Pädagogisch begleitete Bearbeitung von unvorhersehbaren Belastungssituationen (z. B. Witterungseinflüsse, Heimweh, körperliche Ermüdung). Durch das Auffangen in der Gruppe und die Anleitung durch das Fachpersonal entwickeln die Kinder wirksame Coping-Strategien (Bewältigungsmechanismen), bauen Frustrationstoleranz auf und stärken ihre psychische Resilienz.