„Wenn ein Kind nicht Schritt hält mit seinen Gefährten, liegt es vielleicht daran, dass es einen anderen Trommler hört. Lasst es nach der Musik tanzen, die es hört, wie gemessen oder entfernt sie auch sei.“

Kernkompetenz von Suki

Stamm.Ubuntu.Konfliktlösung.Initiierung

Angebotsart

Naturbasiertes Gruppenangebot

zur sozialen Teilhabe

Rahmenbedingungen

Abrechnung Projektbasiert

Einbindung in bestehende Hilspläne möglich

Rechtliche Einordnung

 soziale Teilhabe §76 ff. SGB IX

 Jugendarbeit §11 SGB III

Eingliederungshilfe §35 SGB IX

Kein Therapie- oder Heilersatzangebot

Betreuung

Trägermitarbeiter 

Teilnehmer

max. 12 Kinder.

Freizeitgestaltung & Soziale Teilhabe

Als inklusiver Schutz- und Erfahrungsraum richtet sich das Angebot insbesondere an neurodivergente junge Menschen (z. B. aus dem Autismus-Spektrum oder mit ADHS). Da klassische Freizeitsettings (wie Vereinssport) oft zu einer Reizüberflutung führen, schaffen wir einen bedürfnisorientierten Rahmen für positive Gruppenerfahrungen, der echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ohne Exklusionsrisiko ermöglicht.

Gewaltfreie Konfliktlösung, Interkulturelle Begegnung & Empathieförderung

Die Teilnehmenden erlernen im begleiteten Rahmen Strategien der gewaltfreien Kommunikation (GfK) und die respektvolle Konfliktlösung auf Augenhöhe. Wir fördern aktiv die interkulturelle Begegnung und Ambiguitätstoleranz: Die jungen Menschen erfahren, wie sie persönliche Grenzen gesund setzen können und erleben Diversität als Bereicherung für die Gruppendynamik.

Soziales Lernen & Stärkung der emotionalen Stabilität

Die pädagogische Begleitung orientiert sich eng an den individuellen Kontakt- und Kommunikationsbedürfnissen der Adressat:innen. Durch die gezielte Implementierung von Rückzugsmöglichkeiten („Safe Spaces“) wird die emotionale Stabilität und Selbstregulation gefördert. Soziales Lernen und Beziehungsarbeit können so im eigenen Tempo und frei von Überforderung stattfinden.

Sensomotorische Integration & Stärkung des Umweltgedankens

Die Natur dient als ko-regulativer, reizarmer, aber haptisch anregender Sozialraum. Durch angeleitete naturpädagogische Erfahrungen entwickeln die jungen Menschen einen respektvollen Umgang mit der Natur und stärken ihr ökologisches Bewusstsein. Gleichzeitig wird der eigene Bewegungs- und Entdeckungsdrang ohne Leistungsdruck intrinsisch reguliert, was die sensomotorische Integration unterstützt.

Empowerment, Ressourcenorientierung und Selbstwirksamkeit

Fernab einer defizitorientierten Betrachtung (wie oft in Schule oder Therapie erlebt) fokussieren wir uns auf die Stärken der jungen Menschen. Durch praktische, handlungsorientierte Erlebnisse in der Natur (z. B. Schnitzen, Spurenlesen, Bauen) verzeichnen die Teilnehmenden direkte, greifbare Erfolge. Diese Wirksamkeitserfahrungen stärken nachhaltig das Selbstbewusstsein und die Resilienz.

Ressourcenstärkung des Familiensystems & Flankierende Hilfe

Das Programm versteht sich als ergänzende Unterstützungsstruktur, die familiäre und institutionelle Systeme entlastet. Es bietet Familien verlässliche, präventive Freiräume („Atempausen“) und die Sicherheit einer professionellen, bedürfnisorientierten Begleitung ihrer Kinder in einem geschützten Rahmen.

Niedrigschwellige Zugänge & Transitionsbegleitung

Um den individuellen Belastungsgrenzen der Zielgruppe gerecht zu werden, arbeiten wir mit einem hochflexiblen Konzept ohne starren Teilnahmezwang. Die sensible Begleitung von Übergängen (Ankommen im Programm) sowie die proaktive Nutzung individueller Auszeiten sichern eine stressfreie, kindergerechte Adaption an das Gruppenangebot.