AnôAnâ

Eine Formel zu deinen Wurzeln

Im Vertrauen auf den natürlichen Rhythmus des Lebens. Wir leben in einer Zeit, in der wir den Kontakt zu uns selbst und zur Natur verloren haben. In der Geschwindigkeit, Funktionalität und Leistungsdruck oft wichtiger erscheinen als Empfindsamkeit, Stille und echte Begegnung.

 Die Folgen spüren wir körperlich, seelisch und gesellschaftlich, in Erschöpfung, Entfremdung und den Verlust ökologischer als auch sozialer Werte. Wir möchten wieder etwas mehr „rückverbinden“. 

An die Kraft der Natur, nicht nur als Ressource, sondern als lebenden Spiegel und unermesslichen Erfahrungsraum. 

Mit ANÔANÂ verfolgen wir die Vision, egal ob jung oder alt, achtsam und begleitend wieder in eine tiefere, fühl- und wahrnehmbarere Beziehung zu sich und Mutter Natur zu führen. Durch direkte, lebendige Erfahrung.

 Aus der „Natur“ wird vielleicht sogar „Mutter Natur“. Aus dem Außen ein Inneres. Und aus dem getrennt sein, ein Gefühl von Zuhause.

 Wir möchten Räume öffnen, in denen Menschen wieder spüren können, dass Frieden mit Wahrnehmung beginnt und dass Entfaltung nicht immer im Tun liegt, sondern im Sein. In der Begegnung. In der Präsenz.

Rückverbindung statt Rückzug. 

Bewusste Wahrnehmung statt Ablenkung.

Ein Leben, das nicht gegen, sondern mit der Natur fließt.

Wir sind nicht die, welche etwas vorgeben.

Wir sind Naturgefährten, Brückenbauer die begleiten.

Auf Augenhöhe.

Mensch zu Mensch.

Gemeinsam mit der Natur als älteste Lehrerin, kraftvolle Verbündete und als heilsamer Raum.

Unsere Vision ist eine Welt, in der wir wieder lernen zu lauschen, nach innen und nach außen. In der wir als Gesellschaft wieder verstehen, dass Nachhaltigkeit nicht nur Floskel, sondern

eine Haltung, die aus Liebe zur Erde und damit sich selbst entsteht.

Wenn wir das wiederentdecken, ist alles da: Verbundenheit. Sinn. Lebendigkeit. Und Hoffnung.

Für uns selbst und für die Welt, die wir hinterlassen wollen.

Catharina & Martin

Sprachwissenschaftlicher Exkurs zum Namen

Der Name, „Anô Anâ“ (gesprochen: Ahnuu-Ahnaa), hat seinen Ursprung in der Indoeuropäischen Frühgeschichte.

Er geht auf eine historische Runeninschrift zurück, die auf einem sogenannten Brakteaten, gefunden in Norwegen, eingeprägt ist (siehe Bild im Header).

Brakteaten sind kostbare, einseitig geprägte Schmuckscheiben aus hauchdünnem Gold, die aus der Zeit der Völkerwanderung (etwa 5. bis 6. Jahrhundert n. Chr.) stammen. Sie wurden nah am Herzen getragen, um Unheil abzuwehren, die innere Kraft zu stärken und eine schützende Verbindung zu den Göttern herzustellen.

Allein mit der Betrachtung & vor allem Deutung der Motive könnte man Bücher füllen, stattdessen aber betrachten wir uns heute einmal die Inschrift etwas näher.

Beschriftet wurden sie meist in den Schriftzeichen des „Älteren Futhark“, der ältesten bekannten Runenreihe.

Wie bei vielen Runeninschriften dieser Epoche debattiert die Runologie über die exakte Bedeutung der Runeninschrift unseres Beispiels. 

Die fundierteste linguistische Theorie sieht darin weit mehr als eine unübersetzbare Zauberformel. Sie führt die Inschrift auf zwei urgermanische (proto-germanische) Wurzeln zurück:

  • *anô (ᚨᚾᛟ): Bedeutet Ahn, Vorfahr oder Urvater (die männliche Linie).

  • *anâ (ᚨᚾᚨ): Steht für die Ahnin, Großmutter oder Urmutter (die weibliche Linie).

 

Die Bedeutung für Uns

Für uns ist ANÔANÂ weit mehr als ein historisches Relikt. Es steht symbolisch für die tiefe Verbindung zu unseren Wurzeln, den Rückhalt durch die Generationen vor uns und den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen.

Eine Einheit innerer Freundschaft, der Natur, Anderswelt und Menschenwelt, der weiblichen und der männlichen Schöpfungskraft, Heute, Gestern & Morgen. 

Die Vorstellung vom Dualismus, der Sichtbares von Unsichtbarem, Zeit von Ewigkeit, Menschliches von Göttlichen trennt, löst sich somit auf. Unabhängig davon, ob die Worte einst als Name oder Schutzsymbol in das Gold geprägt wurden.

„Anô Anâ“ vereint sich somit wie bereits erwähnt nicht in einem vollkommenen Dualismus wie man zunächst denken mag, denn in unserem und dem damaligen Weltbild ist nichts voneinander getrennt was von Beginn an zusammen gehört.

Schon bei der Aussprache & dem Tönen entfaltet es eine besondere Magie. Es ist wie ein leiser Anker in einer lauten Zeit, der uns mit unserer Intuition, einem älteren Teil unseres Selbst und der tiefen Weisheit von Mutter Natur verbindet. 

 Das Deutsch-Dänisch-Norwegische Ritualmusiker Kollektiv „Heilung“  ließ 2022  eben dieses Relikt  mit dem gleichnamigen Titel “ ANÓANÁ “  nach mehreren Jahrhunderten , auf eindrucksvolle Weise, im kollektiven Bewusstsein akustisch wieder erwachen und wir sind sehr dankbar für diese kraftvolle Inspiration!